Adler holen Verstärkung aus Zell

Die Adler verstärken sich mit Tobias Dinhopel, der von Zell am See in die Gamsstadt wechselt. Zudem steht Pascal Bayer, der Neuzugang aus dem Sommer, endlich vor seiner Saisonpremiere.

Es war der 21. Dezember, als sich nach den neuen Verordnungen der Bundesregierung die Verantwortlichen des Alps Hockey Cup der Division 1 – Österreichs Liga 3 – dazu veranlasst sahen, den Ligabetrieb für diese Saison gänzlich einzustellen. Betroffen davon sind auch die Zeller Eisbären, die bis März noch Teil der AHL gewesen sind. Weiter auf Torejagd gehen darf aber Tobias Dinhopel, der bis Saisonende von Zell am See nach Kitzbühel verliehen wird.

Beim Heimspiel gegen die VEU am Montagabend war der Steirer bereits in der Halle und schnupperte wieder AHL-Luft: „Direkt nach der Absage unserer Liga hat mein Handy geläutet, aber da hab ich nicht abgehoben. Beim zweiten Mal hab ich dann abgehoben, weil ich gedacht habe, es muss wichtig sein. Ich habe mich über das Interesse des EC Kitzbühel sehr gefreut. Ich bin jetzt 31 und habe noch ein paar gute Jahre vor mir. Ich bin sehr ehrgeizig und sehr froh, dass ich hier die Chance bekomme, diese Saison doch noch Eishockey spielen zu können“, sagt Neo-Adler Tobias Dinhopel.

„Es war schon länger das Ziel, unseren Sturm zu verstärken“, erklärt Michael Widmoser das Nachjustieren auf dem Transfermarkt: „Nachdem der Ligabetrieb bei den Zeller Eisbären eingestellt wurde, hat sich die Möglichkeit ergeben, Tobias bis zum Saisonende auszuleihen. Wir kennen ihn und sind zuversichtlich, dass wir mit ihm mehr Speed und Durchschlagskraft im Angriff erhalten. Danke auch an die Zeller Eisbären für die rasche und unkomplizierte Abwicklung”, freut sich der sportliche Leiter des EC Kitzbühel.

In Kitzbühel trifft Tobias Dinhopel auf Philip Putnik und Dominik Frank, mit denen er bis zur letzten Saison in Zell am See zusammengespielt hat: „Pipo hat mir das ein oder andere Tor aufgelegt und Franky ist immer ein guter Rückhalt. Ich kenne auch noch den Feixi (Anm. Kapitän Christopher Feix), er hat früher auch bei uns gespielt. Ich freue mich schon und hoffe, dass ich der Mannschaft einen Push geben kann.“

Der gebürtige Knittelfelder debütierte vor über zehn Jahren in Liebenau in der Bundesliga: Für die Graz 99ers absolvierte Thomas Dinhopel 68 Spiele. Seit der Saison 2012/2013 trug er das Trikot der Eisbären. Zu seinen Teamkollegen zählte auch immer wieder sein um zwei Jahre ältere Bruder Florian.

Neben Tobias Dinhopel werden die Adler demnächst endlich auch von Pascal Bayer verstärkt. Der Wiener zählt bereits seit dem Sommer zum Kader, haderte aber mit einer Syndesmosebandverletzung. Die Fans kennen den Verteidiger bislang in erster Linie als Co-Kommentator von Markus Ehrensperger auf valcome.tv. Trotz des schwierigen Starts ist der Wiener in Kitzbühel zufrieden: „Die Jungs haben mich aufgenommen als wäre ich schon längere Zeit ein Teil des Teams und das freut mich sehr. Dass ich so lange verletzungsbedingt kein Spiel bestreiten konnte, war zwischendurch zwar nicht leicht, aber der Rückhalt der Mannschaft ist einfach grandios.“ Pascal ist seit dem Stefanitag 21 Jahre jung und wechselte von den Vienna Capitals Silver, die bis März Teil der AHL waren, nach Kitzbühel. „Pascal ist ein junger Defender mit großem Kämpferherz“, sagt Michael Widmoser.

Text/Bild: alpinguin