Die Dameneishockey-Spielgemeinschaft Kitzbühel-Kufstein beendet die Saison in der DEBL (Damen-Eishockey-Bundesliga) auf dem vierten Platz.  Im Kampf um Platz 3 gegen die Devils Graz war die Dameneishockey-Spielgemeinschaft Kitzbühel-Kufstein leider ohne Chance. Das Team rund um Spielertrainerin Claudia Wirl musste sich 1:3 und 2:5 geschlagen geben.

Nach dem Grunddurchgang lagen die Adlerinnen auf Platz 3. In einer der Corona-Saison angepassten Post-Season wurde auf Play-off-Serien verzichtet und der Meistertitel sowie der dritte Rang in einem Hin- und Rückspiel ausgetragen. Hier trafen die Damen der SPG auf die Devils aus Graz.

Ein Knackpunkt war sicher der schnelle 0:2-Rückstand im Hinspiel am 13. März im Sportpark. Die Steirerinnen hatten das erste Drittel fest im Griff und führten bereits nach 5 Minuten mit zwei Treffern. Im Mittelabschnitt kamen die Adlerinnen endlich ins Spiel und verkürzten dank eines Treffers von Spielertrainerin Claudia Wirl. Für den Ausgleich reichte es aber nicht mehr – im Gegenteil. Kurz vor Ende bestraften die Devils einen Fehler in der Angriffszone der Adlerinnen mit einem eiskalt abgeschlossenen Konter zum Endstand von 1:3.

Schon 24 Stunden nach dem Hinspiel in Kitzbühel stand die SPG in Graz-Liebenau auf dem Eis und versuchte der Serie noch eine Wende zu geben. Allerdings blieb man auch in der Murmetropole auf verlorenem Posten: War die Kadergröße tagsdavor noch beinahe gleich (klein), mussten sich am Sonntagnachmittag zehn Tirolerinnen 17 Grazerinnen stellen. 5:2 gewannen die Teufelinnen und sicherten sich letztendlich verdient Platz 3 in der DEBL. Die beiden Treffer für die SPG erzielten Linda Salvenmoser und Isabella Hochfilzer.

„Trotz der beiden Niederlagen gegen Graz sind wir als Team wieder ein Stück zusammengewachsen“, sagt Claudia Wirl. „So blöd es klingen mag: Aus schweren Zeiten lernt man.“ Ein Extra-Lob gebührt bei der SPG Elisa Brunner, Magdalena Holzer und Sophia Widmair, drei Mädchen aus der U 15, die sich beeindruckend schnell in der DEBL zurechtgefunden haben: „Unsere Youngsters haben definitiv frischen Wind in unser Team gebracht.“

Den Titel in der DEBL holte sich übrigens KHM Budapest.

Das Saisonfazit

Rückblickend auf diese ungewöhnliche DEBL-Saison zieht Spielertrainerin Claudia Wirl folgendes Fazit: „Im Großen und Ganzen hatten wir eine tolle Saison. Vor allem: Wir hatten eine! Natürlich waren die Kader-Ausfälle, die wir seit Beginn der Saison hinnehmen mussten, schmerzhaft, allerdings waren die restlichen Spielerinnen dadurch noch mehr gefordert und mussten mehr Verantwortung übernehmen. Die Stimmung und die Motivation im Team war immer super!“

Kein Nachteil ohne Vorteil – die Integrierung der Jungen war natürlich für alle Seiten ein Gewinn: „Dass die Nachwuchsliga ausgefallen ist, kam uns heuer definitiv zu Gute, denn so kamen Sophia, Magdalena und Elisa zu uns dazu. Sie hatten die Möglichkeit zwei Monate Training und fünf Spiele Seniorenliga-Luft zu schnuppern. Sie haben das sehr cool gemeistert und waren sofort im Team integriert. Natürlich werden sie nächste Saison wieder mit den Burschen spielen, was auch unbedingt so sein soll, aber ich hoffe, dass uns die drei – zumindest hin und wieder – erhalten bleiben werden und sich einige Spiele bei der SPG ausgehen werden“, sagt Claudia Wirl und streut ihrem Team Rosen: „Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir haben diese Saison gut und gesund über die Bühne gebracht. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und uns durch nichts unterkriegen lassen.“

Abschließend spricht Claudia Wirl auch eine sportliche Warnung aus: „Achtung! Wenn wir nächste Saison wieder den vollen Kader zur Verfügung haben, können sich unsere Gegnerinnen auf etwas gefasst machen! Da sind einige Revanchen offen.“

Text/Bild: alpinguin