Die Adler erinnerten im 1. Drittel in Lustenau an ihre Form aus dem Oktober. Das Level konnte aber nicht gehalten werden und so setzte es eine 3:7-Auswärtsniederlagen. „Wir müssen unser Hockey 60 Minuten durchziehen. 20, 40 oder 55 Minuten sind nicht genug“, sagte Robin Gartner nach Schlusspfiff.

In Lustenau lieferten sich die Löwen mit den Adlern ein sehenswertes Startdrittel. Von Sekunde eins an ging es hin und her, die beiden Teams schenkten sich nichts. Kitzbühel kam besser ins Spiel, Lustenau aber zuerst auf die Anzeigetafel. In Minute 6 netzte Christopher D’Alvise cool und sehenswert backhand zum 1:0 ein. Der KEC stand dem schönen Treffer aber um nichts nach: Eine traumhaft schnell gespielte Kombi zwischen Robin Gartner, Pontus Wernerson und Adam Havlik schloss der Rückkehrer aus Znaim sehenswert zum Ausgleich ab. Schon zwei Minuten später durften die Adler wieder jubeln: Pascal Bayer belohnte sich und sein Team (Assistenten: Manuel Eder und Philipp Maurer) nach einem schnellen Konter mit seinem ersten Saisontreffer und der Führung. Leider war man just nach dem Treffer unkonzentriert und so stand es schon 19 Sekunden später 2:2. Das war auch der Stand nach den ersten 20 Minuten.

Drittel 2 begann ausgeglichen, ehe sich Dominic Haberl an der blauen Linie den Puck erkämpfte und ihn der Bande entlang nicht nur bis vor Dominik Frank, sondern leider auch hinter ihn bugsierte. Hoffnung auf den Ausgleich machte ein Powerplay für Kitzbühel, doch schon nach 23 Sekunden beendete ein Hoher Stock selbiges. Ein Konter von Renars Karkls sorgte für den Drittelendstand von 4:2.

Der Schlussabschnitt begann wunschgemäß: Nach 28 Sekunden netzte Pontus Wernerson nach Vorarbeit von Adam Havlik und Bruder Linus Wernerson im Powerplay ein. Neuerlich hakte es in Sachen Konzentration, denn exakt 28 Sekunden später war der Zwei-Tore-Abstand wieder hergestellt. Mit 7:3 fiel der Sieg für Lustenau letztendlich etwas hoch aus, denn so groß war der Unterschied zwischen den beiden Teams an diesem Abend auch nicht. Am Donnerstag geht es in Ritten um den ersten Sieg nach neun Runden.

„Wir sind gut gestartet und spielten ein ebensolches erstes Drittel. Leider haben wir das Level nicht halten können und haben leichte Tore zugelassen”, bilanziert Verteidiger Robin Gartner, der einen Assist verbuchen konnte. „Unser Timing war zweimal auch denkbar schlecht, als wir nach unserer 2:1-Führung als auch nach dem 3:4-Anschlusstreffer sofort Gegentore bekommen haben. Wir müssen unser Hockey 60 Minuten durchziehen. 20, 40 oder 55 Minuten sind nicht genug“, zeigte sich der Schwede verärgert.

Text/Bild: alpinguin