Ein spannendes Duell lieferten sich die Adler am Samstagabend mit Jesenice und bis zur Schlussminute bestand die Aussicht auf Punkte. Am Ende steht ein 2:4.

Jesenice machte am Samstagabend in Kitzbühels Sportpark schnell deutlich, warum sie einerseits seit elf Spielen nicht mehr verloren hatten und andererseits nicht Kitzbühels Lieblingsgegner sind. Die Slowenen waren im ersten Drittel spielerisch besser und in den Umschaltbewegungen von Defensive auf Offensive schneller. Die Adler hielten jedoch gut dagegen, kamen aber selten gefährlich vors Tor. Das 0:1 nach 20 Minuten war nicht ganz unverdient.

Der Mittelabschnitt war wesentlich ausgeglichener mit Vorteilen für die Heimmannschaft. Exakt zur Halbzeit der Partie begannen die erfreulichsten 50 Sekunden an diesem Abend für die Adler. Erst gelang Mikael Johansson im Powerplay mit viel Glück der Anschlusstreffer. Der Puck war nämlich nur den Flügelschlag eines Kolibris „lang“ (sehr knapp) hinter der Torlinie, ehe ihn Jesenices Verteidiger Aljosa Crnovic wieder zurück aufs Spielfeld wischte. Der Schiri bewies jedoch Adler-Augen und entschied sofort auf „Tor“. Sichtlich beflügelt setzten die Adler sofort nach und tatsächlich drehte 50 Sekunden später Pontus Wernerson jubelnd ab. Das Spiel war gedreht. Ehe Jesenice fünf Minuten später auf 2:2 stellte.

Auch im Schlussabschnitt blieb es ein Duell auf Augenhöhe und das Spiel wog stets hin und her, die Abwehrreihen standen aber zumeist gut sortiert und wenn dem nicht so war, hielten die Goalies Dominik Frank und Zan Us. Nachdem Jesenice neuerlich in Führung gegangen ist, ließen die Adler nichts unversucht, die Overtime zu erzwingen und erarbeiteten sich nicht nur ein kleines Übergewicht, sondern auch gute Möglichkeiten. Als aber auch die Letzte ungenutzt blieb, trafen die Gäste zum 2:4-Endstand ins leere Tor.

„Da war heute mehr drinnen, denn es war ein Kopf-an-Kopf-Battle“, sagt Philipp Maurer. „Am Schluss war Jesenice etwas glücklicher, aber es war eine gute Leistung von uns. Wir haben gezeigt, dass wir Charakter haben, und dass wir uns aus einem Rückstand zurückkämpfen können“, findet der Stürmer. Am Donnerstag geht es für die Adler nach Linz und dort möchte sich die Mannschaft für das 2:3 n.V. am 21. November in Kitzbühel revanchieren: „Das war spielerisch ein ganz schlechtes Spiel von uns, deshalb werden wir uns noch mehr bemühen und noch eine Schippe drauflegen“, ist Philipp Maurer optimistisch.

Auch Charles Franzén sah gegen Jesenice ein sehr gutes Spiel beider Teams, „but two easy goals“ haben für den Adler-Coach den Unterschied gemacht.

Text/Bild: EC Kitzbühel