Adler zeigten anderes Gesicht

Wie verwandelt zeigten sich die Adler nach der blamablen Vorstellung am Samstagabend gegen Lustenau. Feldkirch wurde ein beinharter Fight bis zur letzten Sekunde geliefert, doch am Ende blieb man punktelos – 2:3. Am Mittwoch kommt es bei der VEU zur Revanche.

Die Adler hatten nach dem 0:9 gegen Lustenau etwas gutzumachen und das war ihnen bereits vor Anpfiff ins Gesicht geschrieben: Entschlossenheit. Und es blieb nicht nur bei der Absicht, das Vorhaben wurde auch aufs Eis gebracht. Die Teams lieferten sich von Beginn an einen leidenschaftlichen Fight und das Spiel wogte stets hin und her. Im Gegensatz zu den Gästen wurde Kitzbühel in Minute 8 belohnt. Nach Vorarbeit von Mario Ebner und Linus Wernerson, drehte Fabian Ranftl jubelnd ab. Mit 1:0 ging es auch in die Kabine.

Der zweite Abschnitt verlief nicht weniger ausgeglichen, aber René Huber hielt seinen Kasten aufseiten der Adler dicht. Zumindest bis Minute 28, als die VEU nicht ganz unverdient zum Ausgleich kam. Der Druck wurde in den Minuten davor immer größer, was aber auch an zwei Powerplays für die Vorarlberger lag. Sieben Minuten später stellte Pontus Wernerson im Powerplay den alten Abstand aber wieder her. Seine Assistenten waren Bruder Linus und David Kreuter.

Der Auftakt ins Schlussdrittel begann dann leider – aus Sicht der Heimischen – mit einem Fehler im Aufbau, den Jakob Stukel eiskalt bestrafte – 2:2. Die Adler waren aber sogleich wieder in der Spur und das Spiel entsprach weitestgehend den ersten 40 Minuten: Zwei gleich starke Teams, die keine Lust auf eine Overtime haben. Chancen hüben wie drüben, aber sowohl René Huber als auch Alex Caffi waren auf dem Posten. Bis kurz vor Ende. Eine nicht ganz unumstrittene Strafe gegen David Kreuter bescherte der VEU ein Powerplay und schon nach zehn Sekunden wurde es genützt. Die Schlussoffensive der Adler blieb leider ein Sturmlauf ohne Happy End.

Fritz Schröder bilanzierte nach Abpfiff: „Wir haben nach dem blamablen Spiel gegen Lustenau zwar eine Leistungssteigerung gezeigt, aber leider haben wir zu viele dumme Strafen kassiert. Bei so viel individueller Klasse wie bei Feldkirch fällt dann irgendwann ein Gegentor und leider stehen wir wieder mit null Punkten da.“ Die Chance auf die Revanche folgt allerdings bereits am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Vorarlberghalle. Wie möchte es Fritz Schröder anlegen: „Am besten wäre es, wir spielen so wie heute – nur halt ein bisschen besser. Wir sollten aber von der Strafbank weg bleiben.“

Text/Bild: alpinguin