Die ersten zehn Minuten gegen den EHC Lustenau ließen nicht vermuten, welch bitteren Verlauf dieser Abend noch nehmen würde. Die Adler kamen gut ins Spiel und fanden auch Chancen vor. Auf der Gegenseite das gleiche Bild: Lustenau war gleich im Spiel und auch die Löwen suchten ihr Heil in der Offensive. Etwa ab Minute zehn übernahmen die Gäste allerdings das Kommando und daran sollte sich fortan nichts mehr ändern. Das 0:1 war die logische Folge und auch der Drittelendstand.

In den zweiten Abschnitt starteten die Adler mit einem schwachen Powerplay und kurz darauf stellte Lustenau dank eines Doppelschlages auf 0:3. Ein Lattentreffer von Mario Ebner sorgte nur sehr kurz für Hoffnung, denn mit dem 0:4 zur Halbzeit fiel die Vorentscheidung und mit dem 0:5 kurz darauf war der Deckel drauf.

Ja, die Adler haben an diesem Abend auch auf das Tor geschossen und das sogar nur zweimal seltener als der Gegner (25:27). Aber fast alle Versuche, den Puck im Tor von Anthony Morrone unterzubringen, waren an diesem Abend nicht zwingend. In den letzten Wochen agiert Kitzbühel vor dem Tor zu harmlos. Und zu allem Überfluss agiert man zuletzt auch in der Verteidigung ganz ähnlich und so konnte Lustenau im Schlussabschnitt noch vier Treffer drauflegen.

Kapitän Christopher Feix stellte sich direkt nach Schlusspfiff: „Wir haben schlecht gearbeitet und jeder von uns hätte mehr machen können. Wir haben Franky (Anm. Torhüter Dominik Frank) im Stich gelassen.“ Was muss sich nun schleunigst ändern? „Wir müssen härter trainieren und uns im Training mehr fordern. Wir müssen miteinander spielen und uns gegenseitig unterstützen”, sagt Christopher Feix.

Michael Widmoser, der sportliche Leiter des KEC, fand nach dem Debakel deutliche Worte: „Die Mannschaft hat heute die Fans, das Kitzbüheler Eishockey und den Vorstand sträflich im Stich gelassen. Das muss sich schnellstens ändern!“ Die Chance auf Wiedergutmachung gibt es schon am Montag um 19.30 Uhr daheim gegen Feldkirch.

Text/Bild: alpinguin / EC Kitzbühel