Im neunten Anlauf war es endlich soweit: Die Adler feierten ihren ersten Sieg gegen die Red Bull Juniors. Schon am Donnerstag folgt das „Rückspiel“ im Volksgarten.

Die 26-tägige Zwangspause konnten die Adler am Dienstagabend nicht verleugnen. Sie kamen gegen die Salzburg Juniors während des ersten Drittels so gar nicht in die Partie. Einzig in einem Powerplay kurz vor der Sirene konnte Druck erzeugt werden, aber da lagen unsere Gäste nach einem Doppelschlag innerhalb von 120 Sekunden bereits 2:0 in Führung.

Die Pausenansprache von Trainer Charles Franzén trug allerdings Früchte, denn die Adler kamen wie verwandelt aus der Kabine. Die Belohnung folgte schon vier Minuten nach Wiederanpfiff, als im Powerplay der Anschlusstreffer erzielt wurde. Wer ihn erzielt hat, konnte auch unter den Spielern nicht restlos geklärt werden, zugesprochen wurde das Tor letztendlich unserem Youngster Luca Muigg. Derzweite Moment, der von diesem Drittel in Erinnerung bleibt, ist ein beherzter Fight zwischen Linus Wernerson und Julian Lutz, für den beide in die Kabine mussten. Die Spuren der Auseinandersetzung waren vielerorts auf dem Spielfeld zu sehen, weshalb die Eisreinigung in Minute 36 vorgezogen wurde.

Der Schlussabschnitt wurde zu einem kleinen Thriller, in dem Salzburg einige gute Chancen liegen gelassen hat und die Adler Geduld walten lassen mussten. Aber je länger die Partie dauerte, desto mehr übernahm Kitzbühel das Kommando und in Minute 56 war es soweit: Robin Garter schlenzte den Puck nicht nur Richtung Tor, sondern gleich hinein – Overtime. Und auch während der Überstunden hatten die Adler Vorteile und ganz offensichtlich noch immer den Tiger im Tank: Pontus Wernerson lief mit der Scheibe unwiderstehlich auf Torhüter Manuel Bugl zu, umkurvte ihn und stocherte das schwarze Ding mit großer Leidenschaft über die Linie. Der Jubel war riesengroß, denn immerhin hat es neun Spiele und vier Jahre gedauert, ehe Kitzbühel die Salzburg Juniors zum ersten Mal bezwingen konnte.

Stürmer Philip Putnik zeigt sich kurz nach Abpfiff zufrieden: „Wir sind alle sehr glücklich, dass wir endlich wieder spielen können. Auf das Match gegen Salzburg haben wir richtig gebrannt und natürlich haben wir ein wenig gebraucht, um nach 26 Tagen wieder ins Spielen zu kommen. In der Overtime haben wir für die zwei Punkte so gekämpft und sind überglücklich.” Im Hinblick auf das „Rückspiel“ am Donnerstag um 19.15 Uhr in Salzburg folgt nun ein intensives Videostudium. Philip Putnik blickt voraus: „Es wird am Donnerstag nicht weniger hart, aber wenn wir eine gute Mannschaftsleistung zeigen, werden wir gewinnen.“

Text/Bild: alpinguin