Für die Adler gab es auch in Cortina nichts zu holen

Zwischen den Minuten 17 und 30 waren die Adler in Cortina das aktivere Team und hatten Chancen aufs 2:2, ansonsten hatten die Heimischen das Spiel im Griff und fuhren letztendlich einen verdienten 5:1-Sieg ein.

Kalte Duschen sind die Adler heuer bereits gewöhnt. Die letzte gab es erst am 18. Februar daheim gegen Asiago, als die Gäste nach 18 Sekunden in Führung gegangen sind. In Cortina dauerte es am Donnerstag doppelt so „lang“: 37 Sekunden war die Partie jung, als Mike Cazzola die Hausherren in Front brachte. Auch fortan dominierte der Favorit aus der Wintersportmetropole. Das 2:0 in Minute 7 war also keine Überraschung, der Anschlusstreffer für die Adler zehn Minuten später hingegen schon: Mike Johansson schnappte sich die Scheibe und legte ein unwiderstehliches Solo mit erfolgreichem Abschluss hin. Das Traumtor wirkte wie ein Aufputschmittel für die Adler, denn plötzlich übernahmen die Gäste das Kommando.

Zu Beginn des Mittelabschnitts ließ Kitzbühel bei einer 5:3-Überlegenheit die Chance auf den Ausgleich aus, wenig später hatte auch Mario Ebner das 2:2 auf dem Schläger. Überhaupt hatten die Adler das Spiel seit dem Tor von Mike Johansson sehr gut im Griff, allerdings war 3:1 kurz vor der zweiten Pause dann alles andere als eine Moralinjektion.

Mit dem 4:1 in der 44. Minute war die Gegenwehr der Gäste gebrochen und das 5:1 war beispielhaft für eine Saison, in der die Scheibe seit Wochen nicht mehr für Kitzbühel springt: Cortina spielt die Scheibe an der Bande ins Angriffsdrittel, Adler-Goalie Paul Mocher will sie hinter seinem Kasten stoppen, allerdings prallt der Puck an einer Unebenheit der Bande ab und landet direkt vor Remy Giftoupolos, der natürlich keine Probleme hat ins leere Tor einzuschieben.

„Cortina findet sich nicht umsonst auf Platz 6. Sie spielen solide und machen fast keine Fehler“, bilanziert Gert Karitnig „Die ersten beiden Tore waren natürlich vermeidbar und das 5:1 fasst unsere Saison in einer Szene zusammen“, sagt der Kärntner Verteidiger. Schon am Samstag geht es für die Adler in Gröden weiter. Das Bully erfolgt bereits um 18.30 Uhr und valcome.tv überträgt.

Text/Bild: alpinguin