Gutes Adlerspiel bleibt unbelohnt

Es war ein Abend, dessen Verlauf die Adler in dieser Saison nur zu gut kennen: Man spielt gut, bleibt aber punktelos. So auch beim 2:3 gegen die Rittner Buam.

Das vorletzte Heimspiel ähnelte vielen Auftritten der Adler in dieser Saison: Das Team spielt gut, phasenweise sogar sehr gut und gekämpft wird ohnehin zumeist aufopferungsvoll bis zur allerletzten Sekunde. Trotzdem steht man am Ende ohne Punkte da. So war es am Donnerstag daheim gegen Ritten beim 2:3 und so war es auch schon sieben Mal zuvor. Acht Matches verloren die Kitzbüheler in dieser Spielzeit mit einem Tor Unterschied.

Aber das soll keine Ausrede sein. In erster Linie hat man sich den Tabellenplatz freilich selbst zuzuschreiben und nicht dem fehlenden Glück. Im vorletzten Saisonspiel stemmten sich 15 Adler auf dem Feld und ein hervorragender Dominik Frank im Tor gegen die Buam aus Ritten, die noch um den Heimvorteil im Pre-Play-off kämpfen. Verletzt sind bei den Heimischen Topscorer Mike Johansson, Elias Haas, Manuel Eder und Pascal Bayer.

Der Start gegen Ritten war kalt, auch kein Novum in dieser Saison. Nach 58 Sekunden hatte Radovan Gabri zur Führung der Gäste getroffen. Aber das warf Kitzbühel nicht aus der Bahn. Schon in Minute 5 glich Philip Putnik aus und es entwickelte sich fortan ein sehenswertes und ausgeglichenes Spielchen. Kurz nach Beginn des 2. Drittels brachte David Kreuter die Adler in Führung und beinah wäre man es auch bis in den Schlussabschnitt geblieben. Allerdings traf Ritten 28. Sekunden vor der Sirene zum verdienten Ausgleich – zu groß wurde der Druck in der Schlussphase vor dem Pausentee.

Der Schlussabschnitt blieb ebenso umkämpft, ausgeglichen und spannend, wiewohl die Gäste vielleicht um den Hauch mehr Druck vor dem Tor ausübten als die Adler. In Minute 55 belohnte sich Ritten mit der Führung und Kitzbühel vermochte nicht mehr zurückzuschlagen.

David Kreuter, der Torschütze zum 2:1, mit einem kleinen Fazit: „Es geht zwar um nichts mehr, aber jeder, der die letzten Spiele mitverfolgt hat, sieht, dass wir uns mit Vollgas reinhauen. Das schulden wir unseren Fans, allen, die vor dem Stream sitzen, und allen, die noch immer an uns glauben. Niemand kann uns vorwerfen, dass wir nicht alles geben würden.“ Im Hinblick auf den Schlussakt am kommenden Donnerstag sagt der Kärntner: „Auch gegen Laibach wollen wir alles geben, denn jeder möchte mit einem guten Gefühl in die Sommerpause – die leider viel zu früh für uns kommt.“

Text/Bild: alpinguin