In Telfs ist vieles möglich

Der Telfser Schulprojektkoordinator Mag. Philipp Hütter  stand auf der Webseite der Kngi9ths Rede und Antwort: 

Philipp, vor einem Jahr wurde in der „eco-telfs“ zusätzlich zu den beiden bisherigen Klassen der Handelsakademie auch eine SportHAK-Klasse gestartet. Wie ist das erste Jahr verlaufen?
Eigentlich sehr erfolgreich. Man kann aufgrund der Anmeldungen des ersten und zweiten Jahres festhalten, dass dieser Schultyp sehr gut angenommen wird und aufgrund der Nähe zu den vorliegenden Sportstätten ist Telfs auch der ideale Ort für eine SportHAK. Die SchülerInnen kommen nicht nur aus der Region Telfs sondern aus ganz Tirol, deshalb hat sich im ersten Jahr jedoch auch gezeigt, dass sich die Schule mehr mit den ortsansässigen Vereinen vernetzen muss, damit ein professionelles Training Vorort stattfinden kann.

Wie ist es zur Gründung des neuen Eishockeyvereines „Telfs Knights“ gekommen und was sind speziell deine Aufgaben im Verein?
Aufgrund der Tatsache, dass es in Telfs trotz der hervorragenden Sportstätten keinen Eishockeyverein gibt, hat mich ein ehemaliges Eishockeyvorstandsmitlgied mit der Idee konfrontiert in Telfs eine Hockeyakademie aufzubauen, welche nachhaltige Jugendarbeit für die SportHAK gewährleisten kann. Neben diversen Aufgaben im Rahmen der Gründung des Vereines, ist meine Hauptaufgabe die Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule zu koordinieren.

Was glaubst du ist das Erfolgsrezept, um sich langfristig mit Eishockey zu etablieren. Immerhin ging dieser Sport in Telfs, aufgrund des Fehlens eines eigenständigen Vereines, in den letzten Jahren ja etwas unter.
Wie der American Footballverein „Telfs Patriots“ gezeigt hat, ist in Telfs vieles möglich, wenn man kontinuierlich eine gute Sache vorantreibt. Weiters zeigt sich in vergleichbaren Gemeinden wie Kufstein, Kundl und Wattens, dass Eishockey, die schnellste Mannschaftssportart, sehr gut angenommen wird.
Der Erfolg wird jedoch schlussendlich davon abhängen, ob man genug Interessierte finden kann, die Funktionen im Verein übernehmen, den Verein unterstützen, die Spielevents besuchen und „last but not least“ auch den Sport betreiben wollen.

Wie kann man sich den Schultag als Schüler in der SportHAK Telfs vorstellen bzw. muss ich meinen Heimatverein dafür verlassen und verpflichtend bei den Telfs Knights spielen?
Der Abschluss der SportHAK ist der „normalen“ HAK gleichgestellt. Die SchülerInnen treten am Ende gemeinsam zur gleichen Matura an. Es bestehen jedoch auch Unterschiede wie:
– die SchülerInnen einer SportHAK haben am Dienstag und Donnerstag in den ersten zwei Stunden keinen Unterricht, damit sie gemeinsam mit den anderen in den Vereinen bzw. in der Schule trainieren können (das sogenannte Frühtraining ist verpflichtend für alle Sportschulen in Tirol),

– die SchülerInnen der SportHAK-Telfs haben mit dem Fach „Sport- und Eventmanagement“ einen anderen Schwerpunkt und
– aufgrund der Tatsache, dass die SchülerInnen einer SportHAK öfters aus sportlichen Gründen verhindert sind, wird in diesem Schultyp sehr viel Wert auf eLearning gelegt.
Wer die SportHAK besucht muss seinen bestehenden Verein nicht verlassen. Er kann jedoch Vorort natürlich an dem angebotenen Frühtraining teilnehmen.

Wo siehst du die SportHAK und parallel natürlich auch den Verein „Telfs Knights“ in den nächsten 5 Jahren?
Aufgrund der Steigerung bei den Anmeldungen in den ersten beiden Jahren, kann man davon ausgehen, dass sich die SportHAK gut entwickeln wird. Außerdem werden sich auch schon die ersten MaturantInnen erfolgreich verabschiedet haben.
Dem Verein „Telfs Knights“ wünsche ich, dass die Arbeit in der Hockeyakademie Früchte getragen hat und bereits einige jugendliche TopsportlerInnen die SportHAK besuchen. Der eine oder andere Meistertitel wäre natürlich auch schön.

Quelle; www.telfs-knights.com

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