Die Adler konnten das erste Heimspiel der neuen AHL-Saison gegen die VEU Feldkirch mit 4:3 für sich entscheiden. Durch die 3:5-Niederlage im Hinspiel fehlte aber ein Tor für die Verlängerung und somit bringt der Sieg keine Punkte.

Sechs sogenannte Return-2-Play-Spiele stehen für den EC Kitzbühel zum Auftakt der AHL-Saison auf dem Programm – drei Serien bestehend aus Hin- und Rückspiel. Das erste Duell gegen die VEU Feldkirch ging am Donnerstagabend knapp verloren. Das Hinspiel entschieden die Vorarlberger am Samstag 5:3 für sich, daher reichte das 4:3 der Adler im Sportpark nicht für Punkte.

Dabei begann im ersten Pflichtspiel der Saison vor heimischer Kulisse alles nach Maß: Schon nach 105 Sekunden drehte Mikael Johansson jubelnd ab. Danach entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe und es ging mit 1:1 in die erste Pause. Das zweite Drittel begann wiederum für unsere Gäste wunschgemäß: Nach 71 Sekunden stand es 1:2, kurz darauf 1:3. Fortan übernahmen die Adler – wie schon im Hinspiel – die Kontrolle und feuerten aus allen Lagen. Der Einsatz wurde nicht nur von den Fans belohnt, sondern auch auf der Anzeigetafel: Erst erzielte Mikael Johansson seinen fünften Saisontreffer, kurz vor der Pause egalisierte Pontus Wernerson das Spiel.

Der Schlussabschnitt war ein Spiel auf einer schiefen Ebene: Die VEU war sichtlich müde, die Adler hellwach und willig, eine Overtime zu erzwingen. Es dauerte allerdings bis zur 55. Minute, ehe Pontus Wernerson die hoch verdiente Führung erzielen konnte. Die Adler-Fans waren aus dem Häuschen, erhoben sich aber nur ganz kurz von ihren Sitzen, ehe man vorschriftsgemäß wieder Platz nahm – maskiert versteht sich. Das notwendige fünfte Tor fiel nicht mehr, trotz 16 Torschüssen im Schlussabschnitt und 41 insgesamt. Die Verschnaufpause dauert nur bis Samstagabend, da gastiert der EC Bregenzerwald zum Hinspiel im Sportpark. Tickets gibt es am Samstag ab 13 Uhr unter tickets.dieadler.at.

Und welches Fazit zieht Trainer Charles Franzén nach der Heimpremiere gegen die VEU? „Es ist seltsam, ein Spiel zu gewinnen und gleichzeitig der Verlierer zu sein. So etwas kennt man sonst eigentlich nur vom Fußball-Europacup. Im Hinspiel haben wir einfach zu viele Tore zugelassen. Heute hat es uns etwas gestresst, dass wir in Führung gelegen sind und trotzdem noch einen Treffer gebraucht haben. Für gewöhnlich konzentrierst du dich mehr auf die Verteidigung, wenn du führst. Wir hatten viele Chancen, es war knapp, aber vor dem Tor haben wir nicht all unsere Jobs gut erledigt. Wir müssen für mehr Verkehr und Konsequenz vor dem Kasten sorgen und auch die Rebounds erwischen. Es sind kleine Dinge, die noch fehlen, aber es wäre auch überraschend, wäre im zweiten Spiel schon alles super. Gegen Bregenzerwald wollen wir am Samstag natürlich gewinnen, aber sie haben ein total neues und gutes Team. Das wird kein Spaziergang.“

Text/Bild: KEC/alpinguin